Kurzer Status – Live aus dem Krankenhaus

Hallo Liebe Blog-Follower und Followerinnnnennennen,

da ich mich seit Donnerstag nicht mehr gemeldet habe, wollte ich euch „mal eben“ ein wenig auf dem Laufenden halten. Das YouTube Video folgt natürlich noch, ist aber ein bisschen doof das im Krankenhaus zu drehen. Deswegen müsst ihr euch noch ein wenig gedulden!

Was bisher geschah 

Am Donnerstag ging es ja Saufrüh los. Um 3.00 Uhr sollte Tag sein (wurde aber 4.00 Uhr – Voll verpennt) und um 5.20 Uhr sind wir dann los nach Düsseldorf. Thomas (mein bester Freund) war so nett mitzufahren um meine Frau später wieder nach Hause zu fahren und mich bei diesem, für mich schweren, Gang zu begleiten. Um 7.00 Uhr habe ich dann „eingecheckt“ und um 7.30 Uhr ging es in den OP. Scheiß Gefühl! Ich hatte Angst nicht mehr aufzuwachen. Ist ja nicht die kleineste Op. Im Aufzug kullerten mir auch ernsthaft noch ein paar Tränen, da mein Kopf mir sagte: „Entweder alles läuft super und du wachst gleich wieder auf mit einem neuem Leben, oder du hast deine Frau gerade zum letzten Mal gesehen!“. Was soll ich machen, mein Kopf tickte so. 

Ich wurde dann auf den OP Tisch gepackt und der Narkosearzt hat angefangen mit seinem: „Ich mach dich müde“-Programm. Ich musste durch so eine Maske atmen und es wurde immer schwer. Er fragte mich vorher was ich mir den schönes vorstellen möchte wenn ich einschlafe. Ich sagte ihm: „Wieder aufzuwachen!“ Er meinte: „Mach dir keinen Kopf, du bist in guten Händen und das wird alles cool, versprochen!“. Dann schlief ich ein. 

Etwa 1,5 Stunden später wachte ich auf der Intensivstation auf. Mir war ein bisschen übel, aber Schmerzen hatte ich kaum. Nur etwas vom OP-Gas in der linken Schulter und ein Gefühl des Muskelkaters im Bauch. Ich konnte garnicht glauben das ich operiert war. Ich hatte einen Bypass (hoffte ich…) und das so schnell? Krass. Ein paar Minuten später kam der Chirurg an und meinte: „alles wie im Bilderbuch gelaufen. Sie haben jetzt einen Omega-Loop-Bypass. Leider muss ich sie eine Nacht auf der Intensivstation lassen, weil sie schlafapnoe Patient sind, aber morgen geht es runter auf Station“.  

Ich bekam n Knopf in die Hand womit ich mir selbst ein Morpium-Medikament geben konnte. Da habe ich in der Nacht auch etwas von gebraucht. Ab morgens dann garnicht mehr. Ich habe versucht zu schlafen was auf der Intensivstation aber echt nicht wirklich funktioniert. Und ich hatte so einen Durst. Und pinkeln musste ich, konnte aber nicht in die Pulle machen. Irgendwie ging das einfach nicht. Ich bekam dann einen Toilettenstuhl und es ging endlich.

Kurz darauf durfte ich auch etwas trinken… Naja. Alle 15 Minuten 20ml aus eine  Spritze. Das war bäh…. Aber besser wie nix. 

Am nächsten Tag ging es dann auf Station. Dazu später mehr… Nur soviel: keine Schmerzen, keinen Hunger…. Ich mag keinen Kaffee mehr! (Das ist das schlimmste der letzten Tage! Ernsthaft!!)