Zu Voreilig? Gestern war ich in der Notaufnahme…

…und zwar spät Abends.

Das Internet hat seine Tücken. Ja, das ist mir bekannt. Darunter auch das man nach allen Möglichen Krankheiten googlen kann. Normalerweise enden meine suchen immer darin, dass ich entweder einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt, Krebs oder Skorbut habe. Diesmal nicht. Diesmal: Gallensteine. Bin ich ein wenig Hypochonder? Ja, ein wenig viel. Seit dem Magenbypass auch mal ein wenig mehr. Denn: Der Magenbypass ist ein Eingriff gegen die Natur und somit bin ich ein Frankenstein-Monster mit der Gefahr auseinander zu fallen. Denke ich zumindest.

Wie ich gestern schon geschrieben hatte: Ich habe ja schon seit einiger Zeit Probleme mit Bauchschmerzen und dachte es könnte an der falschen Ernährung liegen. Gestern war ich im Büro in Köln gewesen und hatte den ganzen Tag unterschwellig, ab Mittags sogar heftige Bauchschmerzen. Wie immer im oberen Raum (so kurz unter der Lunge, mittig). Als ich gestern zuhause war meinte ich das ich das mal beim Arzt abklären sollte. Dr. Google war da wieder schneller. Ich habe da schon ergoogelt das es Gallensteine sein könnten, denn laut einer Studie (was weiß ich welche) bekommen anscheinend (!) 38% der Magenbypass-Patienten Probleme mit Gallensteinen. Da ich permanent Schmerzen habe und die schlimmer werden wenn ich was Esse, war mir klar das ich das Untersuchen lassen muß. Ich habe meine Situation in einigen Facebook-Gruppen geschildert und alle waren sich einig das ich schnellstmöglich zum Arzt sollte. Ich habe dann bei dem Clarimedis-Dienst der AOK angerufen und denen das geschildert. Die nette Frau am anderen Ende meinte: „Sie haben einen Magenbypass?!? Und schmerzen?!? Sofort in die Notaufnahme!“. Naja, wenn mir ein Profi das schon sagt, dann wird es wohl stimmen, also ab zur Notaufnahme nach Geldern.

Dort angekommen war ich recht schnell dran. Meine absolute Lieblingskrankenschwester (HALLO MICHAELA! :-)) war glücklicherweise auch vor Ort und nahm mir (mehr oder weniger Erfolgreich) Blut ab um das ins Labor zu geben. @Michaela: In dem linken Arm, indem Du zärtlich mit Deiner Eisenträger-Großen Nadel rumgepopelt hast (zwar liebevoll aber bestimmt und wo dann nur ein Tröpfen schmerzhaftes Blut rauskam) ist fast kein blauer Fleck zu sehen, die andere Seite sieht fieser aus, obwohl die fast nicht weh tat :-). Dazu habe ich noch n Leckers Tröpfchen Pantoprazol über den Tropf bekommen. Kurze Zeit später kam der Doc und hat meinen Bauch mit einem Ultraschallgerät eingegelt. Dafür wurde sogar das Licht gedimmt. Ich denke aber mal das war, damit der Doc mehr auf dem Monitor sieht….

Befund:

Laborwerte okay, kein Skorbut, Gallensteine sind keine da. Magenbypass ist gut und frei, keine Löcher, Verengungen oder verschluckte Zwerge sichtbar. Wahrscheinlich nur Problematik durch falsches Essen (Kohlenhydrate Juhu!). Er meinte auch das es bei Magenbypass-Patienten mal vorkommen kann das es nicht so Rund läuft.

Therapie:

1-0-1 20mg Pantoprazol. Wenn heftige Schmerzen dann Novalgin und beobachten ob sich bei einer Ernährungsumstellung was tut.

Mein Tipp:

Trotz allem! Geht zum Arzt wenn Ihr Problem mit Eurem Bypass habt. Man weiß nie was es sein kann und wir sind halt Frankensteins-Monster. Ob ihr wollt oder nicht. ABER: Vergesst Google! Ich muss da auch hart dran arbeiten. Hier ist es auch wie mit den Terroranschlägen, Politik, Flüchtlingen etc. Es wird im Internet immer aufgebauscht! Wenn wir das Medium Internet nicht hätten, würde das wie folgt laufen: „Oh, ein Aua! Ich geh mal zum Arzt!“. Leider läuft es (bei mir zumindest) eher so: „Oh, ein Aua! Ich werde sterben, muss googlen! Google sagt ich bin in 4 Minuten kalt! PANIK! Notarzt!“. Ist doof, ist aber so.

Die Moral der Geschichte:

Ich bin heute saumüde, verärgert über mich selbst, aber auch glücklich das ich momentan keine Gallensteine habe und freue mich jetzt wieder auf meine Arbeit und in 31 Tagen auf LAS VEGAS, BABY (das „Baby“ ist obligatorisch, sollte aber im Zusammenhang mit LAS VEGAS (BABY) immer ausgerufen werden!).

Gruß

Sascha

Ja, man kann auch zu viel abnehmen….

….das hätte ich vor 1,5 Jahren noch nicht gedacht. Aber es ist so!

Ich habe bemerkt das ich in den letzten Tagen/Wochen immer wieder Probleme hatte. Mal waren es selbstgemacht Spätdumpings (nach heftigen Kohlenhydrat-Phasen), mal waren / sind es Bauchschmerzen. Aber woher kommt das? Naja, die Spätdumpings erklären sich ja eigentlich von selbst. Das liegt erstmal daran das ich teilweise heftig Lust verspürt habe, etwas süßes zu essen. Was bei einem Magenbypass echt fies werden kann. 1. hat man nicht soviel Platz um Süßes und Proteinreiches aufzunehmen, 2. Ein Spätdumping (oder überhaupt Dumping) ist ja eine heftige Unterzuckerung die man nur mit noch mehr Kohlenhydraten in den Griff bekommt. Das ist nicht nur extrem gemein, sondern auch sehr Lehrreich. Die durch das Spätdumping hervorgerufenen (übertrieben) Nahtod-Erfahrungen gepaart mit lustig aussehendem Zittern und Schweißausbrüchen, den Bauchkrämpfen und den anschließenden extremen Zuckerverzehr stehe ich mittlerweile auf Kriegsfuss gegenüber. Das coolste ist das ich mir ein Spätdumping auch durch ne Cola Zero hervorrufen kann. Weil mein Körper dann trotzdem meint er bekommt Zucker und versucht es genau so zu verarbeiten (ist ja auch süß…). Nun gut. Er hat gewonnen. Ich habe da ernsthaft keine Lust mehr drauf. Aber das ist das Böse und das Gute in einem. Einerseits ist ein Spätdumping böse, andererseits zeigt es mir dann nach einer „ich-lass-mich-mal-hängen-und-drifte-in-alte-gewohnheiten-ab-Phase“ den richtigen Weg. Weg von den Süßigkeiten, hin zum Protein.

Das zweite Problem das mich momentan plagt sind die Bauchschmerzen. Naja, ich habe vor ein paar Tagen nur noch 94,7 kg gewogen. Ich kann da nix für, das passiert einfach. Das war der Punkt an dem ich fast ein Tränchen verdrückt habe. In diesem Fall aber ausnahmsweise mal nicht vor Freude, sondern eher vor Sorge. Die Sorge das die Abnahme garnicht mehr aufhört, gepaart mit der Sorge das ich eine Essstörung entwickeln könnte. Darauf hin haben meine Frau und ich das mal beobachtet. Es stellte sich nach einigen Tagen heraus das der Fehler darin liegt zu extrem auf Proteinreich umzuschwenken und die Kohlenhydrate komplett aussen vor zu lassen. Das ist auch nicht der richtige Weg. Der richtige Weg ist eine Mischung aus beiden und ein Gewicht von 96-98kg. Da fühle ich mich Wohl und habe keine Schmerzen, kein garnix.

Was lerne ich daraus: Der Körper ist wie eine politische Einstellung. Extrem ist immer extrem Scheisse. Die Mischung machts.

Jetzt geht es mir wieder gut. Und in Hinsicht auf das anstehende Großereignis (Las Vegas in 32 Tagen), geht es mir sogar noch besser. Ich bin gespannt wie sich der Bypass da so schlägt.

Gruß

Sascha

Neues Video – Gewicht stagniert -> Who cares?

Ich habe endlich mal wieder ein neues, kurzes Video veröffentlicht. Hier erfahrt ihr wie es mir momentan geht und was ich über meinen „Gewichtsstillstand“ denke.

Viel Spaß beim gucken!

Kurzer Zwischenstand

Es ist schon wieder einige Zeit her dass ich was gepostet habe. Und bevor ihr denkt dass ich mich überhaupt nicht mehr melde, habe ich mir gedacht dass ich wenigstens einen kleinen Gewicht Status poste.

image

Wie ihr sehen könnt liege ich schon einige Kilos unter meinem Zielgewicht. Der Witz dabei ist, dass ich überhaupt gar nichts dafür machen. Ganz im Gegenteil, ab und zu habe ich sogar das Gefühl dass ich zu viel esse aber trotzdem nehme ich ab. Zwar nicht mehr so viel wie am Anfang, aber immerhin. Wenn es jetzt so bleiben würde wie es momentan ist, dann hätte ich damit auch kein Problem. Also alles gut. Vielleicht schaffe ich es ja am nächsten Wochenende wieder ein kurzes Video zu veröffentlichen. Aber versprechen möchte ich nichts.

Gruß Sascha.

Neue Logo´s

Sodele,

ich war die letzten Tage mal ein wenig fleißig und habe auf Youtube, Facebook und der Internetseite die Logo´s ein wenig aufgehübscht. Ich hoffe das gefällt euch so 🙂

1 Jahr Omega-Loop-Magenbypass!!!

Yeah!!! Ein Jahr…. Da könnte man schon sentimental werden! -74kg…. (Laut Arzt -79kg). 

Ich kann mir (fast) nicht mehr vorstellen wie es war so extrem Übergewichtig gewesen zu sein. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und man gewöhnt sich schnell an neue Sachen die besser sind als die alten. Das liegt in unserer Natur. 

Ich hatte zwar bereits schon ein Video zu meinem Jahrestag veröffentlicht, aber ein paar Randnotizen fehlen mir persönlich dann doch noch. Ein paar persönliche Sachen die ich mir für die Zukunft gerne mal aufschreiben möchte. Vielleicht hat nicht alles mit dem Bypass zu tun, sondern reflektiert nur das letzte Jahr. Aber Wurst. 

Ich bekomme (fast) jeden Tag Komplimente und rede sehr viel über den Bypass. Gefragt oder ungefragt spielt meistens keine Rolle. Ich bin natürlich jedes Mal geschmeichelt und habe da auch Spaß dran. Aber ein Kompliment fehlt mir und ich würde alles dafür tun um dieses noch bekommen zu können. Aber das wird niemals der Fall sein. Wie gerne hätte ich das meine Mutter zu mir sagen würde: „Du siehst echt gut aus Muckelchen, es freut mich das das alles so funktioniert hat!“. Das Kompliment der Komplimente und es ist nicht erreichbar. Ich denke jeden Tag daran und es deprimiert mich. Vielleicht muss ich hier nur dem Wind zuhören? Vielleicht flüsterst du es mir und ich kann es nicht hören? Die Hoffnung ist da das es so ist! Wo auch immer du bist und ob du noch irgendwo bist, egal. Danke Mama!

Gerne hätte ich auch vor meiner Mutter damit rungeprollt wie sehr ich mich auf unseren Las Vegas Trip im September freue. Sie hätte mich für verrückt erklärt. Aber ernsthaft. Ich freue mich da wie klein doofi drauf. Ich denke nicht das ich das vor der OP gemacht hätte. Es ist ein Lebenstraum für mich und ich werde mir ihn dieses Jahr erfüllen können. Wahnsinn!!!

Ich habe auch ab und an das Gefühl das ich mich zu wenig bedanke. Bei Personen die mir extrem wichtig sind und die mich das ganze Jahr über begleitet haben und in jeder Situation für mich da waren. Die Leute die ich seit Millionen Jahre kenne und die jedes Mal Fragen wie es mir geht und ob noch alles in Ordnung ist. Die Leute die mir immer wieder sagen: „Freu mich für Dich!“, „Hunger dich aber nicht ganz weg, das würde mir nicht gefallen!“, „gönn es dir du konntest es davor ja nicht!“, „Kann ich dir irgendwie helfen?“. Ihr macht das Leben komplett:

  • Meine Frau Agnieszka
  • Mein Bruder Guido samt Frau Nathalie und Tochter Anastasia
  • Mein Vater (der leider im Altenheim ist)
  • Unsere besten Freunde Frank und Jessi
  • Maren
  • Stephan und Sandra
  • Piotr und Beata
  • Und alle die ich nicht so häufig sehe und auf die das oben genannte zutrifft. 

Vielen Dank!!!!!


1 Jahr Omega-Loop – Jahresrückblick 

Allen Ernstes! Nächste Woche Samstag (07.05.) ist es ein Jahr (1!!) her das ich den Omega-Loop-Magenbypass bekommen habe. Das beste was meinen Körper in meinem ganzen Leben passiert ist (ihr wisst wie ich das meine)!!!

Um meinen Magenbypass ein wenig zu feiern habe ich endlich mal wieder ein Video erstellt. Schaut gerne rein! Ich hoffe es gefällt euch. 

Ich bin echt froh was alles seit der OP passiert ist. Ich fühle mich echt wohl in meinem Körper, auch wenn ich ein wenig eitel geworden bin 🙂

Beispiel: Heute wollen wir nach Venlo (Stadt in Holland) fahren. Letztes Jahr dachte ich noch: „Wo kann man da am besten Parken und wie laufen wir damit die Strecke nicht zu weit wird?! Wo kann man da Pause machen und was Essen?“. Heute denke ich: „Was zieh ich nur an?“ 🙂

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!

Ziel erreicht! UHU (Unter Hundert!)….

…dazu mal wieder ein Video (eeeendlich….).

Viel Spaß beim ansehen und vielen Dank 🙂

 

Nur soviel: Verdammt!

Aus folgendem Grund habe ich heute vor mindestens 4000x „VERDAMMT!“ zu sagen! 🙄 

  

Interview Anfrage für´s Fernsehen…

…Tja. Ich hatte in den letzten Tagen eine Interview Anfrage von einer Fernseh-Produktionsfirma für ein Dokumentationsformat auf einem bekannten (großen) Fernsehsender bekommen. Ich war erstmal sehr erstaunt darüber und gleichzeitig sehr unsicher. Im Endeffekt habe ich heute eine Email geschrieben das ich dieses Interview nicht möchte. Warum? Das möchte ich hier ein wenig erklären….:

Bin ich „Medien-Geil“? Ja, ich denke schon. Ich stand öfters in der Zeitung, war einige male im Radio, war mal akkreditiert für das Big Brother Spektakel (2. Staffel, lang lang ist´s her und auch eine etwas lange Geschichte) in Köln-Hürth, habe auf großen Bühnen gestanden und Musik gemacht und es konnte nie genug Publikum da sein. Ich wurde gerne als Künstler angesehen und habe auch gerne Autogramme (ja, ernsthaft!) verteilt. Also ja: Ich bin für sowas zu haben.

Warum habe ich dann jetzt „Nein“ gesagt?

Es ist was ganz anderes. Adipositas ist immer noch (und das wird es auch immer bleiben) ein heikles Thema. Ich „war“ ja nicht „nur“ Fett, sondern es steckte viel mehr dahinter. Es ist eine Krankheit, egal ob Psychisch oder Körperlich. Es ist vollkommen egal. Krankheit bleibt Krankheit. Was ich aber auch als Krankheit empfinde, sind so Fernsehformate wie „Biggest Loser“ oder so ein Schrott. Hier werden „Dicke“ zur Schau gestellt. Und dieses Format vermittelt den glücklichen Normalgewichtigen: „Fette können abnehmen. Mit Sport und Diäten.“. Meines Erachtens (und das von vielen Wissenschaftlern) ist das es im großen und ganzen Quatsch ist und nicht so einfach geht. Ist es nicht schön Leute im Fernsehen zu beobachten die vor laufender Kamera verzweifeln und zusammenbrechen? Ist es nicht toll Menschen zu sehen die Fett sind, schwitzen und deren fette Plauze bei jeder zweiten Bewegung unterm T-Shirt hervorsticht? Macht es nicht Spaß anderen beim scheitern zuzusehen? Denn eins ist klar: Vom eigenen Scheitern abgelenkt zu werden macht mehr Spaß als sich selbst dabei zu zu sehen… Aber was hat das Ganze jetzt mit meiner Absage zu tun? Dafür sollte ich vielleicht kurz etwas zu der Anfrage und zu dem Format schreiben. Es handelte sich um eine Art Dokumentation über Menschen die etwas besonderes erlebt haben. Leute die ihr Schicksal erzählen wollen. Einige Szenen werden dann von Schauspielern nachgestellt, ansonsten wird das eigene Material (Foto´s, Video´s etc.) mit eingebunden. Das fertige Produkt wird dann auf einem Fernsehsender ausgestrahlt, der bei vielen als „nicht-so-seriös“ angesehen wird. Also nix öffentlich Rechtliches, sondern ein Privater. So weit, so gut. Auch erstmal garnicht schlimm. Ich habe ein Test-Video zugesendet bekommen mit einer Folge der Sendung die bereits so ausgestrahlt wurde. Dieses Format scheint es auch schon einige Jahre lang zu geben. Es sah auch sehr seriös aus. Natürlich ein wenig hier und da überspitzt, aber nun gut, dass gehört zu so einer Sendung dazu. Einschaltquoten erreicht man bekanntlich nicht mit langweilig erzählten Stories.

Ich habe mir einige Tage Zeit gelassen darüber nachzudenken und wollte auch nicht großartig beeinflusst werden. Ich habe es zwar einigen Freunden erzählt, aber nicht wirklich darüber diskutiert. Ich habe mir selbst die Frage gestellt ob ich es will und wenn ja: Warum ? und wenn nein: Warum ?.

Einerseits bin ich, wie oben erwähnt, Mediengeil. Andererseits handelt es sich hier um ein Thema was seriös und ernsthaft zu betrachten und zu hinterfragen ist. Was habe ich „großes“ erreicht das ich dafür ins Fernsehen sollte? Die einfache Antwort: „Nichts.“. Ich habe mich aufgrund einer Krankheit operieren lassen. Durch diese OP habe ich Gewicht verloren. Nicht durch „eisernen Willen“ und auch nicht durch irgendeinen Hokuspokus. Na klar, ist es nicht „nur“ ein bisschen operieren und dann ist gut. Es ist ein fortwährender, langer Prozess der mir mal Gefällt und mich teilweise nervt. Aber durch diesen restriktiven Eingriff in meinen Körper habe ich gar keine andere Chance mehr, als mich mit dem Thema extrem auseinander zu setzen. Bei einer Diät hätte (und das habe ich auch sehr oft) ich immer die Gelegenheit einen Rückzug zu machen und in alte Muster zu verfallen. Das habe ich jetzt nicht mehr. Das ist auch das was das Ganze kompliziert macht. Was das Ganze Super und Scheisse macht!

Super ist es weil meine Gesundheit einen Riesen Sprung in Richtung: Gesund gemacht hat. Scheisse ist es aber trotzdem wenn man Essen geht und nach einer Suppe satt ist, obwohl das Kleinhirn sagt: „Ess Steak! Du willst Steak! Und zwar 600gr. T-Bone!!“. Hörst Du dann auf Dein Hirn, sagt Dein Bypass Dir aber folgendes: „Geh zur Keramik, wenn nicht dann Kotze ich eben hier! Und zwar sofort! HAHAHAHAHAHA!!!“ (ungefähr so).

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten aus dessen der Zuschauer nach dieser Doku auswählen könnte:

  1. „Aha! Ich hab ja 15kg Übergewicht! Diäten gehen mir aufm Sack. Also: Dann lass ich mich halt operieren.“ – Ganz blöde. Somit wird eine Lebensrettende bariatrische OP zur Schönheits-OP umgemünzt. Ne, will ich nicht!!!
  2. „Der muß aber auf vieles Achten! Vitamine nehmen, alle 3 Monate Spritzen für B12, Magnesium, Calcium, Eisen… Proteine, Sport… Puhhh! Da kann ich meine 80kg Übergewicht nicht von Überzeugen. Dann bleibe ich lieber so wie ich bin!“ – Genauso blöde, denn hier gebe es die Chance das eigene Leben zu erhalten und zu verbessern…

Hier in meinem kleinen Blog und mit meinen paar Videos die ich alle Nase lang mal aktualisiere, mit den paar Zugriffen im Monat bin ich mehr als zufrieden. Hier kann ich UNGESCHNITTEN alles Erzählen was ich als wichtig Empfinde. Ich verliere ich nicht mein Gesicht. Hier bin ich Sascha. Das ist mir wichtig! Das ist mein kleines Lebenswerk, wo ich entscheide was damit passiert. Hier mache ich mich so zum Affen oder zum Prediger wie ich es meine. Bei dem Interview hätte ich KEIN Mitspracherecht über das geschnittene Material gehabt. Das gleicht einer Zensur. Da mache ich nicht mit.

Wenn ich es wirklich schaffen sollte den Marathon zu laufen, dann ist es was anderes. Dann habe ich ein Ziel erreicht, was man auch gerne Medial ausnutzen darf. Da darf ich mich als Held feiern lassen um mir selbst auf die Schulter zu klopfen und meinen eigenen Bauch zu pinseln.

Mein Ziel ist es anderen Adipositas-Kranken Menschen meinen Weg aufzuzeigen. Ohne das ich denke das es für jeden der richtige Weg ist. Ich möchte ein wenig Mut machen und etwas Trost spenden. Ich möchte allen Betroffenen einfach nur sagen: „Du bist nicht alleine!“ und zeigen wie ich mein Problem bewältigt habe. Aber ob ich es bewältige? Das ist noch ein weiter Weg, Gewichtsabnahme hin- oder her.

Aber eins habe ich gelernt: Ich kann auch Nein sagen wenn mir was nicht zu 100% passt und ich muß nicht alles mitmachen, was andere als „Cool“ empfinden.

In diesem Sinne!

Euer

Sascha.

 

 

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